Rainer Knaust

Arbeitsbeispiele

33. Woche 1994
"33. Woche 1994", Fotoarbeit über den damaligen ARD-Wochenspiegel; Regalobjekt, Öffnungsbeispiel - 1994/95
Adam Wesel, Klavier, komplett
"Adam Wesel", Klavier-Demontage, Päsentation aller Klavierteile auf 7 Karren, einem Regal mit Gläsern, gefüllt mit Kleinteilen 1995/96
Adam Wesel, 2 Karren und Regal
Adam Wesel, Raumansicht
Adam Wesel, Raumansicht
Adam Wesel, Abschlussobjekt
Abschlussobjekt
Treppenhaus (Kukulies)
"Treppenhaus", MDF, red Pine, H 440cm, Karl-Ernst-Osthaus-Museum - 2002
Selbst
"Selbst", MDF, Foto, Draht, H 162cm - 2003/2004
Selbst, Beschreibung

Eigenwelten

Parallel zu den rein bildnerischen Arbeiten wird in den letzten Jahren ein Ensemble aus unterschiedlichen Gebäuden konzipiert und gebaut, in denen jeweils einzelne Themen in verschiedenen künstlerischen Stilen dargestellt und archiviert werden. Ausgeführt wird das Projekt unter dem Arbeitstitel "Eigenwelten".

Vorläufer mit anderen Mitteln sind "33. Woche 1994", "Selbst" und "Adam, Wesel":

Hoffmann-Haus

Das erste Haus

Man nehme eine 50 Jahre alte, fast verwitterte Bauhütte, entwende von einem Mehrfamilienhaus eine 9-knöpfige Klingelanlage und lasse sich ein über 100 Jahre altes Sitzmöbel-Ensemble von Josef Hoffmann aus den "Wiener Werkstätten" schenken. Diese 3 Komponenten bilden das Grundgerüst des sogenannten "Hoffmann-Hauses" des Düsseldorfer Künstlers Rainer Knaust.

Wenn R. K. dann noch heraus findet, dass der erste Besitzer dieser Bauhütte mit Nachnamen Hoffmann hieß, der dort sichtbar seine Spuren hinterlassen hat und Erinnerungen an seine eigene Mutter aufkommen, die in den 1950er und 60er Jahren im Oberhausener Stadttheater im Chor von Jacques Offenbachs Phantastischer Oper "Hoffmanns Erzählungen" mitwirkte, in der 3 Geschichten von E.T.A. Hoffmann die Grundlage bilden, und die Mutter überdies als akkurate Hausfrau auf "Hoffmanns Reisstärke" schwor, kann sich schon der Gedanke einschleichen, angesichts der vielen "Hoffmänner" diesen eine eigene Gedenkstätte zu widmen. Wäre da auch noch der Psychiater und Kinderarzt Dr. Heinrich Hoffmann zu erwähnen, Autor des "Struwwelpeters", wohl eines der bekanntesten Kinderbücher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welches auch heute noch als Standartbilderbuch in vielen deutschen Kinderzimmern zu finden ist. Nicht zu vergessen den nicht unumstrittenen Hoffmann von Fallersleben, Dichter des "Lied der Deutschen", dessen Erstausgabe seiner hochpolitischen "Unpolitischen Lieder" aus den Jahren 1840/41 ausgerechnet von dem noch heute existierenden Verlag "Hoffmann & Campe" herausgegeben wurde.

Rainer Knaust hat ausgewählte Exponate, meist aus der damaligen Zeit, aller hier erwähnten Hoffmänner in einem Raum von ca. 3x4m versammelt, auf entsprechenden Flächen und Sockeln arrangiert und Legenden zu den einzelnen Stücken verfasst. Die von dem Abbruchhaus entwendete Schelle wurde neben der Hüttentüre eingepflegt und mit neuen Schildern ausgestattet, die neben Namen, Beruf und/oder Werk des jeweiligen Hoffmanns verraten. Schlussendlich, zur Vervollkommnung des Ausstellungsgebäudes, musste der Künstler nur noch die ramponierte Eingangstüre mit einer stilechten Holzlatte ausbessern, eine willkommene Fläche für die Betitelung des Gesamtkunstwerks: Hoffmann-Haus.

Michaela Gottstein
Hoffmann-Haus - Eingang
Eingang
Hoffmann-Haus - Grundriss
Grundriss

Das nächste Update bezüglich "Eigenwelten"
wird Online und Vorort etwa ab Spätsommer
2019 möglich sein.

R.K.

2001 Karl Ernst Osthaus-Preis - Environment (Treppenhaus)
2007 Staatspreis NRW für Fotografie (ElektroCity 1)
2014Jakob Eschweiler Stiftung, Arbeitsstipendium
Fotonachweis
"Treppenhaus", Achim Kukulies, Düsseldorf
"R. K. und Feuerakustisches Instrument", Robert Stulier
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Rainer Knaust
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40229 Düsseldorf
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