Rainer Knaust

Arbeitsbeispiele

Gleise, verschüttet
Spurensuche, 1983
Gleise, freigelegt
33. Woche 1994
"33. Woche 1994", Fotoarbeit über den damaligen ARD-Wochenspiegel; Regalobjekt, Öffnungsbeispiel - 1994/95
Adam Wesel, Klavier, komplett
"Adam Wesel", Klavier-Demontage, Päsentation aller Klavierteile auf 7 Karren, einem Regal mit Gläsern, gefüllt mit Kleinteilen 1995/96
Adam Wesel, 2 Karren und Regal
Adam Wesel, Raumansicht
Adam Wesel, Raumansicht
Adam Wesel, Abschlussobjekt
Abschlussobjekt
Treppenhaus (Kukulies)
"Treppenhaus", MDF, red Pine, H 440cm, Karl-Ernst-Osthaus-Museum - 2002
Selbst
"Selbst", MDF, Foto, Draht, H 162cm - 2003/2004
Milke
ElectroCity 1
"ElectroCity 1", Foto, 100 x 150 cm - 2007/2015

Gute Nacht, ihr lieben Geräte!

Eine nachtschwarze Bürolandschaft. Schemenhaft lassen sich Bildschirm, Drucker, Scanner, Faxgerät, Rechner, eine Tischleuchte ausmachen - ein Bild wie aus einem Kopierer mit leck geschlagener Tonerkartusche. Wenn da nicht diese grünen und rötlichen Standby-Lichtlein wären, die wie Glühwürmchen auf den Geräten sitzen und kleine Löcher in die Büronacht reißen.

„ElectroCity 2“ ist die Fotografie des Foto- und Konzeptkünstlers Rainer Knaust betitelt, die im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Lichtungen - Reflexionen in der Kunst“, im Epson Kunstbetrieb im Medienhafen Düsseldorf bis Mitte September zu sehen war, und sie funktioniert doppelbödig.

Einerseits steht das großformatige, im Epson Digigraphie®-Verfahren ausgegebene Werk mit der Ultra- Lowkey- Ästhetik für sich selbst. Durch radikale Reduktion meistert es eine der größten fotografischen Herausforderungen: das Schwarz der Nacht sichtbar zu machen. Dass die Büromaschinen den Betrachter trotz fortgeschrittener Stunde anstarren, steigert die nachtmährische Spannkraft des Bildes, zugleich aber sprechen ihre LED-Augen zu uns, sie sagen: Wir kommen nicht zur Ruhe! Wir tun zwar momentan nichts Nutzbringendes, bleiben aber stromhungrig. Leerlaufverluste nennt das der Fachmann, und die läppern sich. Mit der Energie, die die elektronischen Kollegen in den Büros Deutschlands für ihren Bereitschaftsdienst verlangen, ließe sich eine Stadt wie Berlin mit Strom versorgen. …

aus „Licht an“, Hrsg.: Benjamin Antony Monn, München, 2008
ElectroCity 2
"ElectroCity 2", Foto, 100 x 150 cm - 2008/2015
Nürnberg, Blöcke
"Brandung: Nürnberg", Fotoarbeit, mehrteilig, je 70x100cm - 2010/'11/'16
Nürnberg, Tribüne
Nürnberg, Colosseum
Aushub
"Aushub", Fotoarbeit, 100 x 140 cm - 2015
Gewitterburg
"Gewitterburg", Fotoarbeit, 100 x 149 cm - 2015
Brandung II
"Brandung II", Fotoblock, 16-teilig, 180 x 240 cm - 2011-2015
aus Brandung
aus "Brandung"
21 Porträts - 1996-2016
21 Porträts - 1994-2016
aus Sockelobjekte
"Eisenobjekt, geneigt", H ca. 115cm - 2016
aus Sockelobjekte
"Eisenobjekt, gestützt", H ca. 115cm - 2016
Feuerakustisches Instrument
Feuerakustisches Instrument, 11-teilig, Eisen, H bis 600cm, Performances 1983-86
Holzofen, Selbstverbrennung
"Holzofen, Selbstverbrennung", Performance - 1987
Holzofen, Selbstverbrennung
Feuerstelle
"Feuerstelle", Stapelobjekt, Sandsteine, H ca. 120cm - 2016
Pfeiler
"Pfeiler", Stapelobjekt, Sandsteine, H ca. 120cm - 2016

Projekt 1:1

Das "Projekt 1:1" widmet sich unterschiedlichen Themen, die mit Mitteln der Bildenden Kunst bearbeitet und anschließend in einem dafür errichteten Gebäude gezeigt werden.

Die Arbeit ist auf mehrere Jahre angelegt und wird auf einem Künstler-Gelände in Düsseldorf Eller realisiert.

Das erste Haus ist inzwischen fertiggestellt und die Umstrukturierung dieses Geländeteils hat begonnen, um mit den weiteren Themenhäusern fortfahren zu können.

Das erste Haus

Man nehme eine 50 Jahre alte, fast verwitterte Bauhütte, entwende von einem Mehrfamilienhaus eine 9-knöpfige Klingelanlage und lasse sich ein über 100 Jahre altes Sitzmöbel-Ensemble von Josef Hoffmann aus den "Wiener Werkstätten" schenken. Diese 3 Komponenten bilden das Grundgerüst des sogenannten "Hoffmann-Hauses" des Düsseldorfer Künstlers Rainer Knaust.

Wenn R. K. dann noch heraus findet, dass der erste Besitzer dieser Bauhütte mit Nachnamen Hoffmann hieß, der dort sichtbar seine Spuren hinterlassen hat und Erinnerungen an seine eigene Mutter aufkommen, die in den 1950er und 60er Jahren im Oberhausener Stadttheater im Chor von Jacques Offenbachs Phantastischer Oper "Hoffmanns Erzählungen" mitwirkte, in der 3 Geschichten von E.T.A. Hoffmann die Grundlage bilden, und die Mutter überdies als akkurate Hausfrau auf "Hoffmanns Reisstärke" schwor, kann sich schon der Gedanke einschleichen, angesichts der vielen "Hoffmänner" diesen eine eigene Gedenkstätte zu widmen. Wäre da auch noch der Psychiater und Kinderarzt Dr. Heinrich Hoffmann zu erwähnen, Autor des "Struwwelpeters", wohl eines der bekanntesten Kinderbücher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welches auch heute noch als Standartbilderbuch in vielen deutschen Kinderzimmern zu finden ist. Nicht zu vergessen den nicht unumstrittenen Hoffmann von Fallersleben, Dichter des "Lied der Deutschen", dessen Erstausgabe seiner hochpolitischen "Unpolitischen Lieder" aus den Jahren 1840/41 ausgerechnet von dem noch heute existierenden Verlag "Hoffmann & Campe" herausgegeben wurde.

Rainer Knaust hat ausgewählte Exponate, meist aus der damaligen Zeit, aller hier erwähnten Hoffmänner in einem Raum von ca. 3x4m versammelt, auf entsprechenden Flächen und Sockeln arrangiert und Legenden zu den einzelnen Stücken verfasst. Die von dem Abbruchhaus entwendete Schelle wurde neben der Hüttentüre eingepflegt und mit neuen Schildern ausgestattet, die neben Namen, Beruf und/oder Werk des jeweiligen Hoffmanns verraten. Schlussendlich, zur Vervollkommnung des Ausstellungsgebäudes, musste der Künstler nur noch die ramponierte Eingangstüre mit einer stilechten Holzlatte ausbessern, eine willkommene Fläche für die Betitelung des Gesamtkunstwerks: Hoffmann-Haus.

Michaela Gottstein
Hoffmann-Haus - Schelle
Schelle
Hoffmann-Haus - Eingang
Eingang
Hoffmann-Haus - Fenster
Fenster
Hoffmann-Haus - Grundriss
Grundriss
2001 Karl Ernst Osthaus-Preis - Environment (Treppenhaus)
2007 Staatspreis NRW für Fotografie (ElektroCity 1)
2014Jakob Eschweiler Stiftung, Arbeitsstipendium
Fotonachweis
"Treppenhaus", Achim Kukulies, Düsseldorf
"R. K. und Feuerakustisches Instrument", Robert Stulier
Impressum

Verantwortlich für den Inhalt

Rainer Knaust
Heidelberger Str. 75 B
40229 Düsseldorf
Telefon: +49 (0) 173 95 46 42 9
Mail-Adresse: mail(at)r-kn.com

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